Presseerklärung des UStA der PH Freiburg

Solidaritätserklärung des UStA der Pädagogischen Hochschule Freiburg mit der Freiraum-Kampagne „Plätze. Häuser. Alles“

Am Freitag dem 23. April wurde in der Freiburger Innenstadt ein leerstehendes Haus in der Gartenstraße 19 besetzt. Die Aktion wurde von der Freiraum Kampagne „Plätze. Häuser. Alles“ initiiert und richtet sich gegen die miserable Wohnraumpolitik, welche insbesondere durch die Politik von Oberbürgermeister Dieter Salomon in den letzten Jahren forciert wurde. Salomon ist als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtbau für die ungerechtfertigt hohen Mieterhöhungen der Freiburger Stadtbau in den vergangenen Jahren verantwortlich. Während laut dem Bonner Marktforschungsinstitut 900 Wohnungen – davon 640 städtische – leer stehen, sind gleichzeitig etwa 700 Menschen in Freiburg wohnungslos (Stand: Dezember 2008). Somit werden zahlreichende Menschen von der Teilhabe am öffentlichen Leben ausgegrenzt.

„Die Ursache für diese Wohnungsnot ist im kapitalistischen System verankert“, meint UStA-Mitglied Sven Fred, „denn hierdurch werden Häuser und Wohnungen als Ware auf dem Immobilienmarkt gehandelt, deren bloßer Zweck Gewinnmaximierung ist. Die Häuser und Wohnungen werden somit für den Markt zweckentfremdet. SpekulantInnen kassieren ab, während viele Menschen wohnungslos werden.“

Der UStA der PH Freiburg verurteilt diese ausgrenzende Politik und solidarisiert sich mit der Freiraum Kampagne „Plätze. Häuser. Alles“, sowie mit allen BesetzerInnen der Gartenstraße 19 und spricht sich gegen Konsumzwang, Privatisierung und Kommerzialisierung von menschlichen Bedürfnissen aus.

Gerade auch Studierende sind von der Wohnraumnot und überteuerten Mieten betroffen. Sozialer Wohnraum wird zusehends knapper. Das zeigt auch der Abriss des Studentinnenwohnheims St. Luitgard. Der doppelte Abiturjahrgang zum Wintersemester 2011/12 wird diese Situation weiter verschärfen.

Im Falle einer Räumung wird es am Folgetag um 18 Uhr am Bertholdsbrunnen eine Kundgebung geben. Diese werden wir aus studentischer Perspektive als Studierendenvertretung unterstüzen.

Schluss mit Räumungen und Kriminalisierung linksalternativer Wohnprojekte!
Für alternative Wohnprojekte und Lebensformen in Freiburg und Überall!
Gartenstraße 19, Kommando Rhino, Schattenparker, KTS und KuCa bleiben!!!