Das AZ Köln Kalk grüßt die BesetzerInnen der Gartenstr. in Freiburg

Der erste Monat ist nun bald geschafft und ihr seid noch in eurem Haus und wir sind noch in unserem, wenn das kein Grund zum feiern und hoffen auf eine lange Zukunft für die Häuser ist.

Seit dem 23. April halten AktivistInnen der Kampagne „Plätze, Häuser, Alles…“ das Haus in der Gartenstr. 19 in Freiburg besetzt. Innerhalb von nichteinmal einem Monat ist in einem Haus, welches jahrelang ungenutzt leer stand, ein Ort entsatnden, der mit seinem vielfältigen Programm und seiner Offenheit für viele Menschen eine Berreicherung in ihrem Leben darstellt. Schon jetzt gibt es Cafe, Kino, Küche, Info- und Umsonstladen und ganz Spitze den „SchulschwänzerInnen Treff“. In dieser kurzen und ereignisreichen Zeit ist ein Gegenort zum bestehenden System entstanden, ein Ort an dem Utopien ausprobiert werden können und der Sand gesammelt werden kann, den das Getriebe des kapitalistischen Normalvollzugs verdient.

Nicht nur für die FreiburgerInnen ist das Haus in der Gartenstr. 19 eine Berreicherung, es ist auch eine Inspiration für FreiraumaktivistInnen in anderen Städten und Orten. Euer Kampf, eure Worte und Ideen sind auch für uns in Köln von Bedeutung, denn sie zeigen uns, dass wir nicht alleine sind, dass auch andernorts Menschen Energie, Zeit und Ausdauer in ihre Träume von Selbstorganisation, Kollektivierung und Autonomie stecken.

Wie ihr es geschrieben habt: „Eine Gesellschaft, in der die bewaffnete Staatsmacht dafür sorgt, dass ein Haus seinen menschlichen Zweck nicht erfüllt, ist offenkundig verrückt.“ Unsere Projekte sind ständig von Repression und Räumung bedroht, denn sie passen nicht in den kapitalistischen Normalvollzug, stellen diesen in Frage und schaffen sinvolle und lebenswerte Gegenentwürfe. Wir wissen, dass uns die Abneigung des kapitalistischen Staates sicher ist, da wir doch an einem seiner Grundpfeiler kratzen, dem Privateigentum von Immobilien und Produktionsmitteln. Doch diese Abneigung kann für uns nur Lob sein, welches uns zeigt, dass wir den richtigen Weg gehen.

Die Büttel können uns räumen, unsere Häuser niederreißen und uns mit ihrer Repression nerven, doch ändern wird sich dadurch nichts, denn wir brauchen weiterhin Wohnraum, den wir uns leisten können, unkommerzielle und unüberwachte Inseln im Unternehmen Stadt, Orte an denen wir feiern können ohne uns die sexistische Kackscheiße der Clubs und Diskos geben zu müßen. Wie ihr schon mit eurem „Häuser, Plätze, Alles…“ sagt: die Inseln sind uns nicht genug, es geht um mehr, es geht um ein solidarisches und selbstbestimmtes Leben, um die Transformation der Gesellschaft, die soziale Revolution, das Abschalten von Deutschland und das Ende des
Kapitalismus. Klar soweit sind wir noch nicht und das braucht alles noch viel Arbeit, viele kleine Schritrte der Emanzipation, Analyse, Kritik und Selbstreflektion. Um so leben zu können wie wir es wollen werden wir genauso weitermachen, weiterbesetzen, weiter frech sein und uns die Stadt zurücknehmen, denn sie gehört den Menschen und nicht der kapitalistischen Verwetungslogik.

Für 1, 2, 3 , 4 viele, viele bestze Häuser, Plätze, einfach Alles…

Schlechtes Wetter, harte Zeiten, für die Gartenstr. 19 fighten !!!

AZ Köln Kalk loves Gartenstr. 19