Voller Erfolg: breiter antifaschistischer Protest verhindert die Burschenschaftliche Kaderschulung auf dem Lorettoberg

Die rechte Burschenschaft Saxo-Silesia sagt ihre, für das Wochenende angesetzte, Kaderschulung ab. Dieser Erfolg ist einem breiten Bündnis von linken Gruppen zu verdanken, auch der u-asta hatte zu einem Blockadefrühstück aufgerufen. Die Kundgebung und der Vortrag am Freitag finden weiterhin statt, die Blockade am Samstag wurde abgesagt.

Die Burschenschaft Saxo-Silesia vom Lorettoberg hatte für Samstag, den 13. April, zu einem so genannten Regionalseminar auf ihr Haus eingeladen. Erwartet wurden Referenten aus Deutschland und Österreich und Burschenschaftler aus ganz Baden-Württemberg. Gegen diese Kaderschulung der Deutschen Burschenschaft in Freiburg rief ein breites Bündnis auf. Das Ziel war es, die Veranstaltung mit völkischen Referenten zu verhindern.

Es folgte eine Vielzahl von Veröffentlichungen und unter anderem ein Artikel in der Badischen Zeitung. Nachdem der Saxo-Silesia klar wurde, dass sie das Seminar nicht mehr ungestört abhalten kann, entschied sie sich Schadensbegrezung zu betreiben und sagte die Kaderschulung ab. „Als die Saxo-Silesia mit ihren rechten Umtrieben Freiburger Stadtgespräch wurde, ist es den Burschenschaftlern dann doch zu heikel geworden, deshalb sagten sie am Dienstag das Seminar ab“, so Hannes Hein vom u-asta Vorstand.

Die Teutonia Freiburg, die zweite der beiden Freiburger Burschenschaften, die auch im Dachverband der Deutschen Burschenschaft ist, sagte direkt ihre Teilnahme am Seminar ab. Erstaunlich ist dies, da die Teutonia Freiburg einen alten Herren (Klaus Harsch) mit Verstrickungen in den NSU-Sumpf duldet und im letzten Wintersemester in ihrem Programmheft einen Nazimusiker zitierte. „Selbst bei anderen Burschenschaften ist der Rückhalt solcher Kaderschulungen nicht mehr gegeben. Unsere Kampagne muss als voller Erfolg gewertet werden, wenn sogar die Teutonia in voraus eilendem Gehorsam ihre Beteiligung am Seminar absagt“, so Anna Tenberg, auch Mitglied des u-asta Vorstands.

Durch die Berichterstattung im Vorfeld des Seminars war es möglich aufzuzeigen, wie es um den braunen Dachverband der Deutschen Burschenschaft steht. Für den Burschentag vom 24. bis 26 Mai 2013 ist eine weitere Konsolidierung der völkischen Ideologie zu erwarten. Um das Thema Korporationen stärker ins öffentliche Interesse zu rücken, findet am Freitag, den 12. April um 17 Uhr, eine Kundgebung gegen Studentenverbindungen auf dem Augustinerplatz statt. Im Anschluss gibt es in der KTS Freiburg (Baslerstraße 103) leckeres Essen von den Maulwürfen (Kochkollektiv). Der für 20 Uhr geplante Vortrag mit Michael Csaszkóczy von der Antifaschistischen Initiative Heidelberg findet wie geplant statt. Rebekka Blum, auch u-asta Vorständin, meint zu der ehemals geplanten Blockade am Samstag: „Das Regionalsmeinar findet nicht statt, eine Blockade wird daher nicht mehr nötig sein. Wir werden am Samstag ausschlafen!“

Quelle:

Indymedia linksunten