Wahllos Glücklich – Laut für eine Stadt für alle!

In den letzten zwei Septemberwochen bieten sich – völlig unabhängig von der bescheuerten Bundestagswahl – zahlreiche Gelegenheiten unsere Stimmen zu erheben. In Freiburg und auch bundesweit lassen die Freiraum- und Gentrification-Aktionstage auf ein buntes, vielseitiges und widerständiges Treiben hoffen.

Die Wagenburg „Sand im Getriebe“ die derzeit am PH-Campus geduldet wird ruft vom 19. bis 22. September zu Action-Days für einen neuen Wagenplatz auf. Am 21. September wird es eine Freiraum-Demo in Freiburg geben. Für den 28. September wird zu einem überregionalen Aktionstag gegen hohe Mieten und die Verdrängung in zahlreichen Städten mobilisiert. Auch in Freiburg plant das Netzwerk „Recht auf Stadt“ eine Demonstration gegen Mietenwahnsinn und die Green-City-Heuchelei.

Während der propagandistische Hype um die Wahl eines neuen Kapitalismus-Verwaltungs-Parlamentes sich in ausschweifender Sozialpakt-Stimmung ausweitet, verschlechtert sich der Alltag vieler Menschen. In den meisten Städten finden Kämpfe um Häuser und Plätze statt, Zwangsräumungen sind an der Tagesordnung, egal welcher Couleur die jeweiligen Gewählten gerade sind. Doch auch über die Wohn- und Freiraumpolitik hinaus sind die Angriffe auf unseren Alltag zu spüren.

In Zeiten der wirtschaftlichen Krise verstärkt sich ein rechtspopulistischer Trend der die drohenden Verdrängungsmechanismen in den Städten und auf dem Land noch durch xenophobe Hetze verstärkt. Trotz der zahlreichen Skandale um die rechten Verwicklungen der staatlichen Behörden, maßlose Verbotspolitik und die immer umfassendere Überwachung bleibt die Kritik an diesen Verhältnissen schwach. Doch wir wollen eine Stadt für alle.

Wir solidarisieren uns mit den Anliegen derjeniger, die sich derzeit in Wohnraumkämpfen und gegen politische Führung engagieren. Unsere Solidarität gilt insbesondere den von Repression und rechter Gewalt betroffenen Menschen. Wir wollen Städte mit vielen Gesichtern und ohne Verdrängung und ein Ende des spektakulären kapitalistischen Theaters von Kontrolle und Profit.

Politik selber machen – Terra Preta statt Bundestag!

Plätze. Häuser. Alles.