Solierklärung der Wagengruppe Sand im Getriebe

Liebe Freund_innen in Wien und überall.

Wir sind wütend! Wütend, weil wir mit Repression überschüttet werden. Weil unsere Lebensform kriminalisiert und schikaniert wird, weil in den Städten in denen wir leben Profit über den Bedürfnissen der Menschen steht und Räume für unkommerzielles und solidarisches Miteinander immer wieder erkämpft und verteidigt werden müssen.

Es ist zum Kotzen, dass wir so viel Zeit und Energie für den Umgang mit Repression verschwenden müssen. Zeit, die wir lieber für ne Vökü, ein Straßenfest, einen Spaziergang mit Freunden, ein Konzert, zum Diskutieren oder Knutschen nutzen wollen.

Trotzdem lohnt sich der Kampf und wir werden so lange weitermachen wie wir müssen, denn wir brauchen Freiräume.

Räume, in denen wir uns ohne starre Konventionen begegnen können. Wo wir unsere Kreativität und unsere Leidenschaften ausleben, uns gemeinsam organisieren, Spaß haben und unsere Fähigkeiten teilen können ohne dafür zahlen zu müssen oder unseren Pass zu zeigen. Räume, in denen wir die alltäglichen Widersprüche verarbeiten und ein bisschen vergessen können und für die wir von ganzem Herzen einstehen.

Wir, die Wagengruppe Sand im Getriebe solidarisieren uns mit der Wagengruppe Treibstoff und ihrem Kampf um einen Wagenplatz in Wien. Wir verurteilen das Vorgehen der Wiener Stadtverwaltung und ihrer Schergen und fordern sie dazu auf sich in Luft aufzulösen (oder in einen konstruktiven Dialog mit den Wägler_innen zu treten).

Wir nehmen uns was wir brauchen!!

Treibstoff für die Zukunft!!

Für 1, 2, 3…viele Wagenplätze in Wien, Freiburg und überall!!!

Wagengruppe Sand im Getriebe – September 2013

www.sandimgetriebe.noblogs.org