1 Jahr Arbeitskreis gegen Krieg und Militarisierung (AKM) Freiburg

Ende Oktober 2012 fand sich im Linken Zentrum Freiburg ¡adelante! eine Gruppe von jungen Leuten zusammen, die sich gemeinsam gegen Kriege engagieren, öffentlichen Werbeauftritten der Bundeswehr entgegentreten, eine Militarisierung der Gesellschaft entgegenwirken und es nicht hinnehmen wollten, dass die Bundeswehr junge Menschen zum Töten und Getöt-Werden rekrutiert.

Unter der Prämisse, dass Krieg auch hier beginnt, versuchen wir nun seit einem Jahr Öffentlichkeit zu schaffen, MitstreiterInnen für antimilitaristische Arbeit zu gewinnen und so wenigsten ein bisschen die Kriegsmühlen zu stören. Sei es durch Aktionen gegen Kriegspropaganda und Nachwuchsrekrutierung, gegen die reaktionäre, ekelhafte Präsenz des Militärs in der Öffentlichkeit, durch die Beteiligung an bundesweiten Mobilisisierungen oder durch Beteiligung an Aktionen in Freiburg.

Da wir bisher einiges an Aktionen gemacht haben, wollen wir unser einjähriges Bestehen nutzen um Bilanz zu ziehen.Komm vorbei und bring dich ein! Wir treffen uns jeden 1. und 3. Montag im Monat ab 20 Uhr im Linken Zentrum Freiburg ¡adelante!. Wenn du mehr über uns erfahren willst kannst du Dir auch unseren Vorstellungsflyer anschauen.

Nachwuchsrekrutierung:

Die Bundeswehr nutzt Berufs-und Ausbildungsmessen um vor allem junge Leute für den Dienst an der Waffe zu gewinnen. Wir sagen Nein zu Krieg und Töten und haben deswegen im November 2012, im Januar 2013 und zuletzt im Mai 2013 gegen die fast selbstverständliche Präsenz der Bundeswehr auf solchen Messen protestiert. Hier findet ihr unser allgemein gehaltenes Messe-Flugblatt. Eine Aktivistin des AKM gab anlässlich des Protests der Messe im Januar ein Interview zu unserer Motivation.

Aber die Versuche der Nachwuchsrekrutierung sind mitnichten nur auf derartige Ausbildungsbörsen begrenzt; einmal im Quartal findet in der Arge der Tag „Berufe in Uniform“ statt, an dem sich die Bundeswehr neben Zoll und den Cops als ganz normaler Arbeitgeber präsentieren darf. Daher haben wir im November 2012 und im März 2013 gegen die Bundeswehr in der Arge protestiert. Das Friedensforum Freiburg protestiert an jedem Termin mit Mahnwache und Kundgebung.

Bundeswehr in der Öffentlichkeit:

Unsere erste große Aktion war die Mobilisierung gegen das „Adventskonzert“ der Bundeswehr in der St. Barbara Kirche in Freiburg-Littenweiler, weil wir finden, dass durch eine schleichende Normalisierung von Bundeswehr-Präsenz im öffentlichen Raum und im Alltag der Menschen Kriegen der Weg bereitet wird und dabei auch scheinbar kulturelle Veranstalutngen der „klingenden Visitenkarte“ der Bundeswehr eine wichtige Rolle spielt. Denn so kann sich die Bundeswehr als harmlos darstellen, was wir angesichts der globalen Interventionsarmee Bundeswehr für mehr als nur beschönigend halten und so nicht hinnehmen wollten. Im Vorfeld schrieben wir einen Offenen Brief an den Pfarrer der Kirche, verfassten einen Aufruf , veranstalteten am Samstag vor dem Konzert eine Warm-Up-Kundgebung mit anschließender Spontandemo in der Freiburger Innenstadt und gaben im Vorfeld auch ein Radio-Interview bei Radio Dreyeckland. Wir haben eine Pressemitteilung zu den Protesten verfasst, Radio Dreyeckland machte einen Bericht und die Badische Zeitung berichtete über die Proteste recht wohlwollend. Im Anschluss an den Bericht gabs auch noch einen Leserbrief.

Fotos von den Protesten gibt es hier, Fotos von der Kundgebung mit anschließender Demo hier. Unsere Arbeit im Herbst haben wir als „Antimilitaristischen Herbst in Freiburg“ zusammengefasst, ausgewertet und veröffentlicht.

Die nächste größere Mobilisierung starteten wir angesichts der Militärparade in der „Europastadt“ Breisach anlässlich des 50. Jahrestages des Elysée-Vertrages, der militärisch mit einem Marsch in leichter Bewaffnung durch Breisach „gefeiert“ werden sollte. Wir haben gemeinsam mit dem Friedensrat Markgräfler Land zu Protesten mobilisiert, einen Kurzaufruf, einen Lärmaufruf und noch einen etwas ausführlicheren Aufruf geschrieben. Einen Bericht zum Tag haben wir auch veröffentlicht.

SIKO

Im Februar 2013 stand wieder die alljährliche NATO-Sicherheitskonferenz in München an. Ab Freiburg beteiligten wir uns, gemeinsam mit der Antifaschistische Linken Freiburg, mit einer Busmobilisierung an den Protesten.

Antikriegstag

Dieses Jahr fand anlässlich des Antikriegstages in Freiburg nicht nur die traditionelle Kundgebung, sondern auch noch eine Demonstration durch die Freiburger Innenstadt statt. Zwei Aktivistinnen hielten eine Rede und das Radio Dreyeckland berichtete.

Quelle mit Bildern:

Indymedia linksunten