Archiv der Kategorie 'WIR NEHMEN UNS WAS WIR BRAUCHEN'

Wahllos Glücklich – Laut für eine Stadt für alle!

In den letzten zwei Septemberwochen bieten sich – völlig unabhängig von der bescheuerten Bundestagswahl – zahlreiche Gelegenheiten unsere Stimmen zu erheben. In Freiburg und auch bundesweit lassen die Freiraum- und Gentrification-Aktionstage auf ein buntes, vielseitiges und widerständiges Treiben hoffen. (mehr…)

Wir nehmen uns was wir brauchen – Frankfurt/Main action day

Aufgrund der akuten aber auch latenten (Räumungs-)Bedrohung
selbstverwalteter Zentren hat sich das ,,Wir nehmen uns was wir
brauchen“
Bündnis gegründet. Ziel des Bündnisses ist die Vernetzung
von verschiedenen Räumen und Initiativen voranzutreiben, um
entschieden den momentanen Entwicklungen entgegen zu treten. Bereits
seit einigen Monaten haben wir, Aktivist_innen aus autonomen Zentren,
Wagenplätzen, linken Kollektiven und besetzten Häusern im
Rhein-Main-Gebiet und Baden-Württemberg, uns dafür eingesetzt eine
Öffentlichkeit gegen die diversen Bedrohungen zu schaffen. Angesichts
der unerträglichen gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse geht es uns
einmal mehr darum, Gegenentwürfe zu diesen zu schaffen und zu
erhalten. Als Bündnis wollen wir die Notwendigkeit unserer Projekte
vermitteln. Mit dem Ziel, unsere Räume zu verteidigen und auszubauen,
sind wir mit Infoveranstaltungen, Kunstaktionen und Demonstrationen in
verschiedenen Städten und Dörfern aktiv. (mehr…)

Überregionaler Aktionstag für Autonome Freiräume – Auf die Straße gegen rechte Gewalt und Repression – 15.12.2012

Autonome Freiräume

Seit Jahren ist die meist ersatzlose Räumung und Zerstörung unserer Jugendzentren, Häuser und Wagenplätze ein Thema. Aktuell sind nicht nur in Freiburg Räume wie das KuCa oder die Wagengruppe „Sand im Getriebe“ bedroht. Aus Schopfheim, Reutlingen, Frankfurt, Rastatt und Mainz erreichen uns ständig schlechte Neuigkeiten: Freiräume werden behördlich schikaniert, bekommen Veranstaltungsverbote oder werden geräumt. Diese Plätze sind nicht nur Räume wo Menschen wohnen, sich treffen und sich organisieren können. Sie sind auch Orte antifaschistischen Widerstandes und Gegenkultur zum kaputten Mainstream des Kapitals. Lasst uns gemeinsam mehr dieser Räume schaffen und die bedrohten Zentren und Häuser verteidigen!

Rechte Gewalt

Die ausufernden rechtsradikalen Gewalttaten und Übergriffe seit dem deutschen Einheitstaumel der Neunziger Jahre sind durch das Auffliegen des Nazi-Netzwerk NSU aktueller denn je. Hier zeigt sich, dass nicht nur die sogenannte Mitte der Gesellschaft den rassistischen Alltag in der BRD prägt und trägt. Organisierte Nazibanden verbreiten die Gewalt auch nicht als EinzeltäterInnen, sondern bilden letztlich terroristische Netzwerke mit den deutschen Behörden. Wenn diese nicht mit der Durchsetzung der Anti-Asylpolitik beschäftigt sind, betätigen sie sich auch mal als HelferInnen, AusrüsterInnen und Finanziers der Nazis, wie die bisherigen Ermittlungen aufdecken konnten. Nun wird die aufklärerische Mitte in der Politik vermutlich eine Zusammenlegung der Geheimdienste und Polizeien befördern, anstatt konsequenterweise eine endgültige Auflösung der Schlapphut-Behörden zu fordern.

Neben sich häufenden rassistischen Angriffen sind auch linke Räume Ziel rechter Gewalt. So griffen Nazis wiederholt auch in Freiburg linke Räume an, zuletzt gab es einen faschistischen Brandanschlag auf die Gartenstraße 19 Ende Oktober 2012.

Repression

Unter Repression verstehen wir institutionalisierte psychische oder physische Gewalt, die meist im „legalen“ Rahmen verläuft, durch staatliche Behörden oder deren HelferInnen ausgeübt wird und sich gegen die Freiheit eines Einzelnen oder eines Kollektivs richtet.

Überwachung des öffentlichen Raumes, systematische Schikane von Versammlungen durch Zivilpolizei und Wanderkessel (zuletzt bei der Recht-auf-Stadt-Demo), Räumungen wie die der Wagenburg Rhino im Sommer 2011 und sämtlicher Hausbesetzungen seit April 2010, die Entnahme von DNA gegen WäglerInnen im Sommer 2012, die Verurteilung wegen des Abspielens des Liedes „Bullenschweine“, das neue Polizeigesetz von Grün-Rot… die Liste ist schier endlos und zum kotzen. Wir könnten auf internationaler Ebene gerade so weitermachen, mit der Vernetzung der Sicherheitsarchitekturen in der EU und darüber hinaus. In Zeiten kapitalistischer Krise nutzen die Herrschenden alle Mittel um die Aufmüpfigen zu unterdrücken. Setzen wir ihnen zur Weihnachtszeit ein ganz herzliches „fickt euch!“ entgegen!

Der Aktionstag lebt von eurer aktiven Beteiligung. Kommt zur „Spitzel-Jagd“ auf dem Weihnachtsmarkt und zur Nacht.Tanz.Demo. Am 15. Dezember ab 16 Uhr!

Do-It-Yourself – Without The State! Wir nehmen uns was wir brauchen!

Kollektiv 1512

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aktionstage

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