Anne [freiburg] http://annefreiburg.blogsport.de Wed, 12 Feb 2014 19:00:56 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Rhenania Freiburg feiert „Wild & Frei“ http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/rhenania-freiburg-feiert-wild-frei/ http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/rhenania-freiburg-feiert-wild-frei/#comments Fri, 29 Nov 2013 21:46:10 +0000 Administrator_in ALLGEMEIN TERMINE AKTIONEN http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/rhenania-freiburg-feiert-wild-frei/ Die pflichtschlagende und farbentragende Freiburger Studentenverbindung Corps Rhenania feiert am 7. Dezember 2013 eine große Party, die schon seit Wochen an der Uni Freiburg beworben wird und den peppigen Titel „Wild & Frei – Die Schonzeit ist vorbei“ trägt.

Auch wir, wenn wir auch nicht direkt eingeladen wurden, nehmen gerne an der Feier teil und rufen in diesem Sinne zu einer kritischen Begleitung dieses großen Spektakels des dienstältesten elitären Männerbunds in Freiburg auf. Gastgeschenke, wie beispielsweise brennende Tüten mit Hundekot, Klingelstreiche oder einen neuen schönen Außenanstrich werden mit großer Dankbarkeit in der Albertstraße 32 entgegengenommen.

Gegen Sexismus, Homophobie und Elitenbildung!

Studentenverbindungen auflösen!

Für die befreite Gesellschaft!

Quelle:

Indymedia linksunten

]]>
http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/rhenania-freiburg-feiert-wild-frei/feed/
Antisemitische Schmierereien auf der Wiwili-Brücke http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/antisemitische-schmierereien-auf-der-wiwili-bruecke/ http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/antisemitische-schmierereien-auf-der-wiwili-bruecke/#comments Fri, 29 Nov 2013 21:45:22 +0000 Administrator_in ALLGEMEIN TERMINE AKTIONEN http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/antisemitische-schmierereien-auf-der-wiwili-bruecke/ In Form eines bron­ze­nen Man­tels mit Da­vid­stern und einer Ge­denk­ta­fel wird seit 2003 auf der Wi­wi­li-​Brü­cke an die De­por­ta­ti­on der Frei­bur­ger Juden und Jü­din­nen in das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Gurs in der Nacht vom 21. auf den 22. Ok­to­ber 1940 er­in­nert. Un­be­kann­te be­schmier­ten die­ses Denk­mal in der Nacht von Sonn­tag auf Mon­tag mit einem Ha­ken­kreuz und einem Spruch. Das Ha­ken­kreuz wurde auf den lin­ken Ärmel des dort lie­gen­den Man­tels ge­malt und soll wohl eine Ha­ken­kreuz­bin­de dar­stel­len, dar­un­ter steht das Wort „huch“. Neben dem Man­tel wurde der Schrift­zug „Auch nur Juden“ ge­schrie­ben und ein Pfeil auf den Man­tel hin­zu­ge­fügt.

Als Reaktion auf diese Vorkommnisse findet am Dienstag, den 26.​11.​2013 um 19 Uhr auf der Wi­wi­li-​Brü­cke eine Kund­ge­bung statt, um ein Zei­chen gegen An­ti­se­mi­tis­mus zu set­zen!

Weitere Infos zu der Kundgebung finden sich hier!

]]>
http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/antisemitische-schmierereien-auf-der-wiwili-bruecke/feed/
Offener Brief wegen des Bundeswehr-Konzertes in Freiburg http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/offener-brief-wegen-des-bundeswehr-konzertes-in-freiburg/ http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/offener-brief-wegen-des-bundeswehr-konzertes-in-freiburg/#comments Fri, 29 Nov 2013 19:11:24 +0000 Administrator_in ALLGEMEIN http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/offener-brief-wegen-des-bundeswehr-konzertes-in-freiburg/ Am 10.12.13 wird, aller Vorraussicht nach in Littenweiler in der Kir­che St. Bar­bara, zum wie­der­hol­ten Mal ein Advents­kon­zert des Luft­waf­fen­mu­sik­korps 2 der Bun­des­wehr in Freiburg stattfinden.

Trotz star­ker Pro­teste im letz­ten Jahr wird erneut ver­sucht werden, unter dem Label einer kriegs­füh­ren­den Armee eine kul­tu­relle Ver­an­stal­tung durch­zu­füh­ren und die Bun­des­wehr als einen „nor­ma­len“ Teil der Gesell­schaft darzustellen. Wie im letzten Jahr wurde auch dieses Jahr ein Offener Brief an den Pfarrer, in dessen Gemeinde das Konzert stattfinden soll, geschrieben. Diesen Offen Brief möchten wir nun dokumentieren. Desweiteren ging ein Aufruf zu Protesten gegen das Bundeswehr-Konzert online. Treffpunkt ist um 18 Uhr beim KuCa (Höllentalstraße 2).

Offener Brief:

Sehr geehrter Pfarrer Johannes Kienzler,

am 10.12.2013 soll in Ihrer Gemeinde St. Barbara in Freiburg- Littenweiler ein Adventskonzert des Luftwaffenmusikkorps 2 der Bundeswehr stattfinden. Ein Adventskonzert erweckt vielleicht den Eindruck einer kulturellen Bereicherung für die Gemeinde in der Vorweihnachtszeit, doch ein solches Bild ist in diesem Fall mehr als zynisch!

Die Bundeswehr führt Krieg! Ob in Afghanistan, im Kosovo oder vor der Küste Somalias. Bei diesen Einsätzen geht es nicht um „Menschenwürde, Freiheit und Demokratie“, wie so oft propagiert wird. Die Kriegseinsätze, an denen die Bundeswehr beteiligt sind, bedeuten für die Menschen vor Ort eine Katastrophe. So ist seit Beginn des Krieges in Afghanistan die Zahl der in Armut lebenden Menschen drastisch gestiegen. Von einem Einsatz für Demokratie und Menschenrechte kann keine Rede sein, denn eine Marionettenregierung und die Zerstörung der vor dem Krieg durchaus vorhandenen Frauenkampfbewegung sprechen eine deutliche Sprache! Auch findet dort mitnichten ein Krieg gegen den Opiumanbau statt, denn im Gegenteil: Immer mehr Menschen sind ihrer Lebensgrundlage beraubt und wenden sich diesem einträglichen Geschäft zu. Die steigende Unterernährung, der verschlechterte Zugang zu sanitären Einrichtungen und die gestiegene Arbeitslosigkeit sind weitere Indizien, warum Krieg schlichtweg inakzeptabel ist.

Angebliche Hilfsmaßnahmen wie Brunnen- und Schulenbau dienen vor diesem Hintergrund lediglich als Alibi zur Legitimierung der Einsätze. In erster Linie werden deutsche Wirtschaftsinteressen verfolgt. So sicherten vergangene Kriegseinsätze z.B. in Afghanistan oder dem Sudan einen besseren Zugriff auf örtliche Märkte und Ressourcen, während die Bevölkerung stark unter ihnen leiden musste und demokratische Rechte weiter zurückgingen. Auch die unzähligen Einzelschicksale, verbunden mit dem Kriegsgeschehen, sprechen für sich. Die größten Profiteure scheinen die am Wiederaufbau des zerstörten Landes beteiligten Firmen zu sein. Kriege dienen letztendlich der Durchsetzung von wirtschaftlichen Interessen auf brutalste Art und Weise und dürfen nicht als „Hilfsmaßnahmen“ verharmlost werden. Die Errichtung von Scheindemokratien und Marionettenregierungen wird dabei billigend in Kauf genommen oder sogar bewusst gefördert, ohne auf die wirklichen Bedürfnisse der Bevölkerung zu achten. Bestes Beispiel ist Afghanistan: Der nach dem Einmarsch des Westens installierte Machthaber Hamid Karzai hat beispielsweise 2009 die Vergewaltigung in der Ehe von Strafverfolgung befreit und versucht aktiv seinem Familienclan die Macht zu sichern, indem er nun seinen Bruder auf das höchste Regierungsamt hieven will.

Statt kriegerischer Unterdrückung müssen Modelle solidarischer Wirtschaft und Basisdemokratie entwickelt werden, um ökonomische und politische Probleme in „Krisengebieten“ und hierzulande in Angriff zu nehmen.
Auch das geplante Konzert am 10.12. ist Propaganda für laufende und zukünftige Kriege. Öffentliche Auftritte der Bundeswehr in Deutschland gehören immer mehr zum Alltagsbild. Bei öffentlichen Gelöbnissen, Infoständen auf Messen, bei der Werbung in verschiedenen Medien, Jugendoffizieren in Schulen oder eben Konzerten von Musikkorps. Die Ziele sind immer die gleichen: Potenzielle neue RekrutInnen erreichen, aber vor allem Akzeptanz in der Gesellschaft erlangen, um die Kriegsführung zu legitimieren. Nicht umsonst bezeichnet sich das Luftwaffenmusikkorps 2 auf der eigenen Internetpräsenz als „klingende Visitenkarte“ des deutschen Militärs. Daran wird auch deutlich, dass eine Trennung zwische regulärem Heer und den Musikkorps Unsinn ist. Diese sind ein ganz normaler Teil des Heers mit einer ganz besonderen Aufgabe: Kriegspropaganda! Und dass der Einsatz des Militärs für viele Menschen Hunger und Elend bedeutet, soll durch Veranstaltungen wie das geplante Adventskonzert vollkommen verschleiert werden.
Für uns ist es ein Skandal, dass der Institution Bundeswehr in einer Kirche eine Plattform geboten wird, um in letzter Instanz für Krieg zu werben. Auch aus christlicher Sicht selbst muss das Konzert kritisiert werden. Das fünfte Gebot besagt doch „Du sollst nicht töten!“, oder verwechseln wir da etwas?

Wahrscheinlich haben Sie mittlerweile gemerkt, dass Sie so einen ähnlichen Brief vor einem Jahr schon mal gelesen haben. Wir haben auch gemerkt, dass wir so einen ähnlichen Brief schon mal geschrieben haben. Aber weil sie immer noch an dem Konzert festhalten und einer Auseinandersetzung mit dem Thema, unserer Kritik und der klaren Botschaft der Proteste im letzten Jahr offensichtlich aus dem Weg gehen, appellieren wir heute noch einmal an Sie.

Wir fordern Sie auf, das Konzert, das nicht mit einem „Fest der Liebe“ zusammenpasst, abzusagen. Als Gastgeber dieses Konzerts leisten Sie der Bundeswehr Hilfestellungl, die Gesellschaft an Krieg seine Folgen zu gewöhnen.

Kriegspropaganda darf kein Raum geboten werden!
Für uns gilt die Losung:
Nie wieder Krieg!
Arbeitskreis gegen Krieg und Militarisierung (AKM) Freiburg
(www.akm-freiburg.tk)

Unterstützt von:

Anti­fa­schis­ti­sche Linke Frei­burg
Deut­sche Frie­dens­ge­sell­schaft — Ver­band der Kriegs­dienst­geg­ner Frei­burg (DFG-VK)
Die Linke Frei­burg
Die Linke.SDS Frei­burg
DKP Frei­burg
Frak­ti­ons­ge­mein­schaft Unab­hän­gige Lis­ten Frei­burg
Frauen in Schwarz — Gegen den Krieg
Frie­dens­fo­rum Frei­burg
Hen­drijk Guz­zoni, Stadt­rat der Lin­ken Liste-Solidarische Stadt.
Jür­gen Gräss­lin, Bun­des­spre­cher DFG-VK, Trä­ger des Aache­ner Frie­dens­prei­ses
Prof. Dr. Gün­ter Rausch
Linke Liste — Soli­da­ri­sche Stadt Frei­burg
Links­ju­gend [’solid] Frei­burg
Susanne Dorer, Gewerk­schafts­se­kre­tä­rin ver.di Süd­ba­den
Unab­hän­gige Frauen Frei­burg
Ver­ei­ni­gung der Ver­folg­ten den Naziregimes-Bund der Anti­fa­schis­tin­nen Anti­fa­schis­ten Frei­burg (VVN-BdA)

]]>
http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/offener-brief-wegen-des-bundeswehr-konzertes-in-freiburg/feed/
Vorladungen zu den Bullen wegen der Platzbesetzung am Wiehrebahnhof in Freiburg http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/vorladungen-zu-den-bullen-wegen-der-platzbesetzung-am-wiehrebahnhof-in-freiburg/ http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/vorladungen-zu-den-bullen-wegen-der-platzbesetzung-am-wiehrebahnhof-in-freiburg/#comments Fri, 29 Nov 2013 19:03:19 +0000 Administrator_in ALLGEMEIN REPRESSION http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/vorladungen-zu-den-bullen-wegen-der-platzbesetzung-am-wiehrebahnhof-in-freiburg/ Am 19.11.2013 kamen bei einigen von uns Vorladungen zu den Bullen an, die gerne wegen der Platzbesetzung hinter dem Wiehrebahnhof in Freiburg im Rahmen der Aktionstage für mehr Wagenplatze und autonome Freiräume vom 19.-22. September 2013 mit uns plaudern wollen.

Einer solchen Vorladung muss Mensch nicht folgen und wir raten auch, das nicht zu tun.

Zum möglichen weiteren Prozedere gibt es hier mehr infos:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/14876

Es kann aber auch gut sein, dass es bei der Vorladung zu den Bullen bleibt, da die Staatsanwaltschaft und das Gericht die Anzeige so blödsinnig finden wie wir.

also anna, arthur und wir haltens maul.

solidarität ist unsere Waffe

tudelu euer EA

]]>
http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/29/vorladungen-zu-den-bullen-wegen-der-platzbesetzung-am-wiehrebahnhof-in-freiburg/feed/
Freiburgs Knast vor Gericht http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/freiburgs-knast-vor-gericht/ http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/freiburgs-knast-vor-gericht/#comments Mon, 18 Nov 2013 15:27:52 +0000 Administrator_in ALLGEMEIN http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/freiburgs-knast-vor-gericht/ Sicherlich ist es nicht widerspruchsfrei, als Anarchist die Gerichte eines Staates zu bemühen, um so gegen Maßnahmen einer Knastleitung vorzugehen. Trotzdem greife ich seit dem 08. Juli 2013 zu diesem Mittel und möchte einige der zurzeit knapp 30 Gerichtsverfahren vorstellen.

Kurze Einführung in „Strafvollzugsrecht“

Im Gegensatz zu anderen Staaten ist – zumindest in der Theorie – der Rechtsschutz in Deutschland für Gefangene recht ausgefeilt. Sie können alle Maßnahmen der Vollzugsanstalten (für die forensischen Psychiatrien gilt das gleichermaßen) vor den bei den Landgerichten gebildeten Strafvollstreckungskammern anfechten. Bescheidet das Gericht den Antrag abschlägig, kann Rechtsbeschwerde zum Oberlandesgericht eingelegt werden; wobei dort nur eine Prüfung auf Rechtsfehler stattfindet (vergleichbar mit der Revision in Strafsachen). Anschließend kann mensch auch das Bundesverfassungsgericht anrufen. Die Erfolgsquoten allerdings, und hier kommen wir zur Praxis, der klagenden Gefangenen, Sicherungsverwahrten und InsassInnen der Psychiatrien sind denkbar gering, was sicherlich nicht daran liegt, dass ihre Klagen unberechtigt wären. Allerdings gelten bei Gerichten die Strafvollstreckungskammern oftmals als „Abschiebebahnhof“ für sonst nicht einsetzbare RichterInnen oder als Durchgangsstation für BerufsanfängerInnen. Zudem sind die dort tätigen RichterInnen meist noch in „normalen“ Strafkammern tätig. Beispielsweise ist Richterin M. vom LG Freiburg nur mit einem Stellenanteil von 0,25 ihrer Arbeitskraft in der StVK tätig und ansonsten in einer Strafkammer, die Strafprozesse verhandelt. Das führt dann dazu, dass Gefangene, die sich vor Gericht wehren, Monate oder Jahre auf Antwort warten (müssen) und deshalb oft vorher aufgeben. Kürzlich obsiegte der Mitverwahrte K. in einem Verfahren, welches er 2010 anstrengte: die JVA Freiburg hatte ihm seinerzeit aus seiner Sicht unberechtigt Taschengeld verweigert. Fast auf den Tag genau drei Jahre, nachdem er deswegen an das Gericht schrieb, kam der Beschluss, mit welchem das Taschengeld-Verbot für rechtswidrig erklärt wurde.

Daneben bieten die einschlägigen Gesetze (Bundes-Strafvollzugsgesetz, die entsprechenden Ländergesetze, wie auch die Gesetze zur Sicherungsverwahrung) den Anstalten so viele Spielräume, denn in der Regel sind nur die Pflichten der InsassInnen verbindlich ausgestaltet, deren Rechte jedoch weitestgehend in das Ermessen der Bediensteten gestellt, dass schon hieran viele der Anträge vor Gericht scheitern (müssen). Im Zweifelsfall wird die Kammer des Gerichts zu Gunsten der Haftanstalt oder psychiatrischen Anstalt entscheiden.

In der Literatur wird von einer „Erfolgsquote“ der Gefangenen vor Gericht von unter 10% ausgegangen.

Einzelfälle am Beispiel der JVA Freiburg (Sicherungsverwahrung)

a.) Hofgang

Das (baden-württembergische) Justizvollzugsgesetzbuch-5, welches den Vollzug der Sicherungsverwahrung regelt, schreibt vor, dass die Verwahrten sich tagsüber frei bewegen dürfen innerhalb der SV-Anstalt, inklusive des Hofes. Einzige Ausnahmen: wenn es die Sicherheit erfordert, oder schädlicher Einfluss auf andere Verwahrte zu besorgen ist, kann dieses Recht beschränkt werden. In der Praxis der JVA wird aus der Ausnahme die Regel. Wochenends kann man nur 3 ½ Stunden in den Hof (und das auch nur zu speziell festgesetzten Zeiten) und werktags weniger als 6 Stunden; wobei man in den Abendstunden gar nicht raus gelassen wird, in den Hochsicherheits-Hof.

Wer möchte, kann die Argumentation der Anstalt im Original nachlesen (PDF-Datei im Anhang).

In anderen SV-Anstalten Deutschlands ist die freie Bewegungsmöglichkeit überhaupt kein Problem; hier in Freiburg wehrt sich die Anstalt mit Verve dagegen. Sie behauptet, bei freier Bewegung innerhalb der JVA und des Hofes könnten andere Verwahrte „drangsaliert“ oder geschädigt werden. Und in den Abendstunden sei gar eine Flucht möglich, da man nicht mehr zweifelsfrei erkennen könne, wer zu fliehen versuche. Hier mag es interessant sein, die Originalverfügung von Oberregierungsrat R. selbst nachzulesen (in o.g. PDF-Datei, dort S. 18), der noch erwähnenswert findet, dass „in der Nacht alle Katzen grau“ wären.

Aus Verwahrtensicht ist besonders ärgerlich, dass die Anstalt mit der Wahrheit zumindest kreativ umgeht, das Wort „Lüge“ will ich mal vermeiden. Denn zum einen ist in der Nacht (und die beginnt hier schon um 18 Uhr) der Hof taghell erleuchtet von zig Scheinwerfern; das ist in jeder JVA üblich. Zum anderen sind es gerade die SV-Stationen in einer Haftanstalt, wo im Vergleich zu anderen Haftarten am wenigsten passiert.

In den Schriftsätzen der JVA ist im Übrigen die Kameraüberwachung prominent erwähnt: das gesamte Gelände, mit Ausnahme der Zellen, ist vollständig kameraüberwacht, keinen Millimeter lässt man unbeobachtet. Vor Einbau dieses Orwell’schen Überwachungssystems hieß es, sobald es eingebaut sei, werde man die vier SV-Stationen und den Hof öffnen, um so die gesetzlich vorgesehene freie Bewegungsmöglichkeit einzuführen. Das erwähnen noch heute die Beamten, wenn man sie darauf anspricht – aber daraus wurde dann nichts.

Es blieb bei der Kleingruppen-Isolation von jeweils maximal 15-16 Verwahrten.

b.) Ausführung in die Innenstadt

Verwahrten stehen pro Jahr (mindestens) vier Ausführungen zu; d.h. man verlässt, meist gefesselt, mit zwei Wärtern die Anstalt für einige Stunden. Manche besuchen ihre Familienangehörigen, so sie noch Kontakt haben, oder fahren in einen Streichel-Zoo oder zu sonstigen Ausflugszielen in der Umgebung. Ich wollte jedoch in die Innenstadt, um z.B. einkaufen zu gehen oder einfach nur zu schauen, was sich dort verändert hat, da ich hier einige Jahre gelebt habe.

Gegenüber der StVK lehnte Oberregierungsrat R. mit Stellungnahme vom 23.08.2013 Derartiges strikt ab und trug im Wesentlichen vor: der Antragsteller „hat derzeit keine Entlassungsperspektive. Er hat sich auch nicht von seinen Straftaten vor oder während des laufenden Vollzugs distanziert. Bis heute lehnte er therapeutische Behandlungsangebote ab.“

Ferner würde ich „jede Kooperation ab(lehnen)“ und im Übrigen „verfügt (er) über keine tragfähigen sozialen Bindungen, die geeignet wären ihn von einer Flucht bzw. von weiteren Straftaten abzuhalten“. Zudem bestehe ein „Unterstützerumfeld“. Als Beispiel führt man an, ich würde „mit Hilfe von unbekannten Dritten die Homepage „www.freedom-for-thomas.de“ als Sprachrohr nutzen“, auf der ich meine „tendenziösen Berichte über den Vollzugsalltag usw. einem anonymen Publikum zur Lektüre“ anböte.

Angesichts der „jahrelangen Medienarbeit“ (des Antragstellers) habe er „ein gläubiges Publikum gefunden. Die Antragsgegnerin muß daher befürchten, daß sich aus dem Kreis dieser Leser Personen berufen fühlen, anläßlich einer Ausführung in die Innenstadt vollzugsfeindliche Handlungen bis hin zu einer Befreiungsaktion vorzunehmen.“

c.) Diverses

Neben solchen, doch besonders wichtigen Punkten gibt es auch Verfahren, die eher Randbereiche betreffen.

Zu nennen wäre der Kauf von Mehl: die Anstalt schreibt vor, man dürfe nur 2 kg Mehl pro Monat bestellen. Als ich das Gericht einschaltete, erhöhte man die zulässige Menge auf 4 kg im Monat. Der Schriftsatz der JVA vom 06.09.2013 ist als Teil der PDF-Datei abrufbar und zeigt die Argumentations- und Denkweise des Anstaltsvertreters auf. Soweit ich geltend machte, ich würde u.a. deshalb mehr Mehl benötigen, weil ich für meine BesucherInnen Brote backe, qualifizierte Oberregierungsrat R. dies als mein „Privatvergnügen“ ab.

Des Weiteren beschäftigt sich das Gericht mit der Frage, ob mir eine Bekannte Vorhänge zusenden darf, wie es um das Sportangebot für die SV bestellt ist, ob einem Verwahrten Wannenbäder zustehen (in der Anstaltsbadewanne). Aber auch, ob auf die TV-Bedürfnisse der Verwahrten Rücksicht zu nehmen ist: lobenswerterweise engagiert sich die Anstalt, glaubt man den offiziellen Beteuerungen (es gibt Verwahrte, die jedoch behaupten, es gebe genügend Vollzugsbeamte mit „rechter“ Gesinnung), im Kampf gegen Rassismus und Nationalismus, weshalb in der Strafanstalt rund 20 Sender aus aller Welt, insbesondere der Türkei, Kosovo, Arabien eingespeist werden, aber genauso im SV-Bereich, wo der Anteil dieser Verwahrten entweder bei Null liegt, oder allenfalls mal ein oder zwei Migranten einsitzen (während der Migrantenanteil im Strafbau bei 50% und höher liegt).

Jedoch auf die andere Struktur in der SV Rücksicht zu nehmen und hier andere Sender einzuspeisen (z.B. Bildungskanäle wie Bayern-Alpha oder öffentlich-rechtliche Sender wie ARD-tagesschau), dies verweigert die Anstalt.

Auch hier sei auf die PDF-Datei verwiesen (ab S. 19 Unterlagen zu „c.) Divereses“).

Und so reiht sich ein Antrag an den Nächsten.

Bewertung und Einordnung

Wie eingangs erwähnt, ist es ein Widerspruch in sich, einerseits diesen Staat und seine Organe abzulehnen, andererseits jedoch vor dessen Gerichte zu ziehen und damit zumindest implizit dessen Existenzberechtigung anzuerkennen. Mit diesem Widerspruch muss man wohl leben, auch wenn er Bauchgrimmen verursacht, denn aktuell gibt es keinen anderen Weg die Lebensbedingungen zu verändern. Zumindest besteht eine kleine Chance, dass Gerichte die Kritik teilen und damit dann nicht nur meine Haftbedingungen sich ändern, sondern auch die der mitbetroffenen, knapp 60 Verwahrten hier in Freiburg.

Vielleicht kann so auch geholfen werden, Inhaftierten Geld zu sparen; denn erst nachdem ich bei Gericht Klage einreichte gegen die aus meiner Sicht zu hohen Beteiligungen der Verwahrten an den Stromkosten, kam ans Licht, dass die Anstalt, und dies offenbar seit Jahren, unrechtmäßig den Inhaftierten Gelder für Spielekonsolen abbucht, so dass diese nun Anspruch auf Rückerstattung haben (was in der JVA Bruchsal schon vor längerem praktiziert wurde).

Von diesen Einzelbeispielen abgesehen, geht es doch darum, zu verdeutlichen, Gefängnisse sind nekrophile Orte, Orte, an welchen seelisch deformierte Menschen leben und arbeiten. Erich Fromm, ein großer Sozialphilosoph und Psychoanalytiker, definierte die Nekrophilie als die Liebe zu allem, was tot ist und nicht wächst, zu allem Unorganischen, Dinghaften und Mechanischen. Er setzte ihr die Biophilie entgegen, die Liebe zu allem Lebendigen und zum Leben.
Zur Nekrophilie zählte Fromm auch, wenn auf bürokratische Weise Menschen behandelt werden, als ob es sich um tote Gegenstände handelt.

Liest man sich die Schreiben der Vollzugsanstalt Freiburg durch, stößt man auf Hinweise der Nekrophilie im Fromm‘schen Sinne, auf Einstellungen von Vollzugsbeamten, die lieber Altes bestätigen, anstatt Neues aufzubauen, denen die Sicherheit lieber ist als das Abenteuer, die mehr die Teile im Auge haben als das Ganze, die Menschen auf bürokratische Weise behandeln, als ob es sich um tote Gegenstände handelte (vgl. Erich Fromm, „Anatomie der menschlichen Destruktivität“, S. 331).

Dass Sicherungsverwahrte oder Gefangene überhaupt, an Orten wie diesen eine leidenschaftliche Liebe zum Leben und allem Lebendigen entwickeln können sollen, das erscheint kaum möglich. Knäste sind Orte des Verfalls, daran können auch Anträge an ein Gericht nichts ändern.

Wohl eher unabsichtlich legen jedoch gerade solche Verfügungen und Schriftsätze der Haftanstalten, ob nun in Freiburg oder andernorts, den nekrophilen Charakter ihrer Institutionen offen (und bestätigen damit die These, dass ein großer Teil der Sicherungsverwahrten damit zu rechnen haben wird, hinter Gittern sterben zu müssen, vgl. „80 Jahre Sicherungsverwahrung“ https://linksunten/indymedia.org/de/node/98982 ).

Thomas Meyer-Falk, c/o JVA (SV-Abtl.)
Hermann-Herder-Str. 8, D-79104 Freiburg
https://freedomforthomas.wordpress.com

Download der PDF

]]>
http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/freiburgs-knast-vor-gericht/feed/
RDL Kontrovers: Rassistische Hetze und deutsche Abschottungspolitik. Verharren wir in Ohnmacht? http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/rdl-kontrovers-rassistische-hetze-und-deutsche-abschottungspolitik-verharren-wir-in-ohnmacht-2/ http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/rdl-kontrovers-rassistische-hetze-und-deutsche-abschottungspolitik-verharren-wir-in-ohnmacht-2/#comments Mon, 18 Nov 2013 15:26:48 +0000 Administrator_in ALLGEMEIN http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/rdl-kontrovers-rassistische-hetze-und-deutsche-abschottungspolitik-verharren-wir-in-ohnmacht-2/ Die Stimmung erinnert an Anfang der 90er Jahre. Die Proteste und Angriffe gegen alte und neu geplante Flüchtlingswohnheime nehmen zu. Trotz der Flüchtlinstragödie in Lampedusa, die nur eine von vielen war, begegnet man hier Flüchtlingen u.a. aus Lampedusa mit brutaler Polizeirepression.

Der deutsche Innenminister Friedrich und Teile der Medien hetzen derweil munter gegen Roma. Das reiche Grün Rot regierte Baden-Württemberg lässt immer wieder ins Elend abschieben. Ja und auch in der ach so offenen Stadt Freiburg hat sich schnell eine Bürgerinitiative gebildet, als die Botschaft von einer neuen Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Haid die Runde machte.

Gibt es zur Zeit zu all dem eine passende antirassitische, antifaschtische Antwort? Warum wird (nur) so raegiert wie reagiert wird? Wo wären Ansatzpunkte? Gibt es falsche Herangehensweisen? Wie können wir zu einer nicht bloß reagierenden Politik, vielleicht auch mit den Flüchtlingen zusammen kommen?

Über diese Fragen diskutierten wir mit 3 Studiogästen. Nachzuhören auf rdl.de

Erwähnte Demo „Freiheit stirbt mit Sicherheit“ 14.12.2013 | 14 Uhr | Freiburg, Rathausplatz

(gegen Festung Europa und rechte Gewalt)

]]>
http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/rdl-kontrovers-rassistische-hetze-und-deutsche-abschottungspolitik-verharren-wir-in-ohnmacht-2/feed/
Bericht zur Kundgebung und Sponti anlässlich des Revisionsprozesses gegen Neonazi Florian Stech http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/bericht-zur-kundgebung-und-sponti-anlaesslich-des-revisionsprozesses-gegen-neonazi-florian-stech/ http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/bericht-zur-kundgebung-und-sponti-anlaesslich-des-revisionsprozesses-gegen-neonazi-florian-stech/#comments Mon, 18 Nov 2013 15:16:40 +0000 Administrator_in ALLGEMEIN AKTIONEN http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/bericht-zur-kundgebung-und-sponti-anlaesslich-des-revisionsprozesses-gegen-neonazi-florian-stech/ Morgen beginnt vor dem Freiburger Landegericht der Revisionsprozess gegen den Neonazi Florian Stech, nachdem er im Sommer 2012 in erster Instanz freigesproche wurde. Stech war am 1. Oktober 2011 in eine Gruppe AntifaschistInnen gefahren und verletze einen von ihnen schwer. Die Staastanwaltschaft klagte in wegen versuchten Totschlags an.

Am heutigen Sonntag folgten ca. 50 Personen verschiedener Spektren dem Aufruf zur kritischen Prozessbegleitung und zu einer Kundgebung am Bertoldsbrunnen, um auf den Prozessbeginn aufmerksam zu machen. Während der unangemeldeten Kundgebung wurde mit einem Infotisch, Flyern und Redebeiträgen die PassantInnen über rechte Gewalttaten und insbesondere das Verfahren gegen Florian Stech informiert.

Einleitend wurde in einem Redebeitrag noch einmal zur kritischen Begleitung des Prozesses aufgerufen. Danach thematisierten das Offene Antifa Treffen Freiburg & Region, das Offene Antifaschistische Treffen Villingen-Schwenningen und das Antifaschistische Aktionsbündnis Stuttgart & Region in Redebeiträgen und Grußbotschaften die Problematik rassistischer Hetze, faschistischer Gewalttaten und der Unwillen der Behörden diese zu verfolgen.

Nach einer Stunde wurde die Kundgebung beendet. Im Anschluss nahmen sich ca. 30 AntifaschistInnen die Straßen der Freiburger um eine Spontandemonstration durchzuführen.

Kommt zu den Prozessterminen am Landgericht in Freiburg; zeigt euch solidarisch mit den Opfern!
Prozesstage

Montag, 18.11. – 09:00 Uhr

Donnerstag, 21.11. – 09:00 Uhr

Dienstag, 26.11. – 09:00 Uhr

Mittwoch, 27.11. – 09:00 Uhr

Dienstag, 03.12. – 09:00 Uhr

Donnerstag, 05.12. – 09:00 Uhr

Dienstag, 10.12. – 09:00 Uhr

Mittwoch, 11.12. – 09:00 Uhr

Mittwoch, 18.12. – 09:00 Uhr

Donnerstag, 19.12. – 09:00 Uhr

Alle Bilder im Artikel zur Verfügung gestellt von „Die Beobachter“.

Quelle mit Bildern:

Indymedia linksunten

]]>
http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/bericht-zur-kundgebung-und-sponti-anlaesslich-des-revisionsprozesses-gegen-neonazi-florian-stech/feed/
FAU-Soliparty http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/fau-soliparty/ http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/fau-soliparty/#comments Mon, 18 Nov 2013 00:56:48 +0000 Administrator_in ALLGEMEIN TERMINE http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/fau-soliparty/ Da wir uns das mit dem Banküberfall nicht getraut haben, die Vorbereitungskosten für die Soziale Revolution (im weiteren SR genannt) dann aber doch etwas höher ausgefallen sind als erwartet, haben wir uns nach eingehender Diskussion dazu entschlossen zum Mittel der Soliparty zu greifen und uns in der revolutionären Praxis des Alkoholvertickens zu üben. Ersten Hochrechnungen zufolge steht sogar zu befürchten, dass die SR evtl. doch nicht mehr in diesem Jahr stattfinden wird, wobei das letzte Wort da noch nicht gesprochen ist.

Um unserem Anspruch der political correctness gerecht zu werden, haben wir weder Kosten noch Mühen gescheut den verehrten Konsument_innen Bands der Saison und aus der Region bieten zu können, was nicht nur ressourcenschonend ist, sondern darüber hinaus auch einen praktischen Beitrag zum Klimaschutz darstellt.

Mit von der Partye sind:

Dementia, die uns eine raffinierte Mischung aus heftigem Punk, durchmarschierenden E-Gitarren, -bass sowie -schlagzeugklängen präsentieren, die es gekonnt versteht, uns in die „gute alte Zeit“ zurückzuversetzen.

Society Prison Complex, werden der Audienz eine nie dagewesene Melange aus Grind und Core darbieten, die den an der Theke verteilten Gehörschutz schonmal gehörig (über-) strapaziert.

Tromso Beach Club umschmeicheln die Ohren des Publikums mit ihrer Musik, die wohl am ehesten zu beschreiben ist als ein virtuoses Amalgam aus Ska mit (mensch höre und staune) Bläsern hie und da, getragen von aussagekräftigen Offbeatarrangements .

Und: Sandwichbar, die euch eher im sludge-stil, mal vegan, mal vegetarisch den Abend versüssen.

Evtl. noch weitere Bands, so watch out for latest news!!

Danach : Musik aus der (Steck-) Dose mit diversen DJanes und J’s, näheres zum Zeitpunkt noch nicht sicher, nur dass aus allen Rohren auf einer Stage gePUNKt wird, auf der anderen getanzt.

davor : Film:“Lucio Urtubia – Maurer und Anarchist“ und zwar: 8 uhr (abends)
In dem Film geht es um einen spanischen Anarchisten, der 1931 geboren wurde und in der gesamten zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts politisch aktiv war. Zu seinen wichtigsten Aktivitäten gehörten das massive Fälschen von Dokumenten, das Verstecken von Untergrundkämpfer_innen und illegale Geldbeschaffungsaktionen, die er immer zum Zwecke der Solidarität mit verschiedenen linken Gruppen Europas und Kämpfer_innen für eine gerechtere Welt durchführte.

tut Euch zusammen, kommt zuhauf!
sammelt eure Kräfte, stärkt eure Wut!
Füllt unsere Kassen!
für die k(l)assenlose Weltgesellschaft!

Samstag, 23. November 2013 – 20:00 KTS Freiburg Basler-Straße 103

P.S.: bei Fragen, Plagen, Kummer und Sorgen, oder Handlungsbedarf bei Problemen mit Arbeitgeber_innen, sonstigen Übergebenen usw., als auch zur Planung und Durchführung zum Sturz der Regierung notwendiger Maßnahmen, sind wir für euch erreichbar unter: www.fau.org/freiburg

]]>
http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/fau-soliparty/feed/
Gemeinsam gegen das Bundeswehr-Konzert in Freiburg! http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/gemeinsam-gegen-das-bundeswehr-konzert-in-freiburg/ http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/gemeinsam-gegen-das-bundeswehr-konzert-in-freiburg/#comments Mon, 18 Nov 2013 00:51:12 +0000 Administrator_in ALLGEMEIN TERMINE AKTIONEN http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/gemeinsam-gegen-das-bundeswehr-konzert-in-freiburg/ Proteste 2012 Am 10.12.13 findet in Freiburg-Littenweiler in der Kirche St. Barbara zum wiederholten Mal ein Adventskonzert des Luftwaffenmusikkorps 2 der Bundeswehr statt. Trotz starker Proteste im letzten Jahr wird erneut versucht, unter dem Label einer kriegsführenden Armee eine kulturelle Veranstaltung durchzuführen und die Bundeswehr als einen „normalen“ Teil der Gesellschaft darzustellen.

Die Bundeswehr führt Krieg!

Ob in Afghanistan, im Kosovo oder vor der Küste Somalias – seit 1999 beteiligt sich Deutschland wieder aktiv an Kriegen. Bei diesen Einsätzen geht es nicht um „Menschenwürde, Freiheit und Demokratie“, wie so oft propagiert wird. Die Kriegseinsätze, an denen die Bundeswehr beteiligt sind, bedeuten für die Menschen vor Ort immer eine Katastrophe! Angebliche Hilfsmaßnahmen und humanitäre Hilfseinsätze dienen hier lediglich als Alibi zur Legitimierung der Einsätze. In erster Linie werden deutsche Wirtschaftsinteressen verfolgt. So sicherten vergangene Kriegseinsätze z.B. in Afghanistan oder dem Sudan vor allem einen besseren Zugriff auf örtliche Märkte und Ressourcen.

Die Bundeswehr ist kein Kulturverein!

Auch das geplante Konzert am 10.12. ist bereits Propaganda für laufende und zukünftige Kriege. Vor allem seit dem Aussetzen der Wehrpflicht und der damit einhergehenden Umstrukturierung der Bundeswehr ist sie darauf angewiesen, auf junge Menschen attraktiv zu wirken und versucht bei öffentlichen Gelöbnissen, Infoständen auf Messen, bei Werbung in den Medien, Jugendoffizieren in Schulen oder Konzerten von Musikkorps sich als gewöhnliche Arbeitgeberin und Bestandteil der Gesellschaft darzustellen. Hier wird versucht, potentielle neue RekrutInnen zu erreichen und Akzeptanz in der Gesellschaft zu erlangen, um die Kriegseinsätze im Ausland rückwirkend zu legitimieren.

Bereits im letzten Jahr hatten wir uns dazu entschlossen, diese als Kulturveranstaltung getarnte Propaganda für den nächsten Krieg nicht länger hinzunehmen. Nach einer entschlossenen Mobilisierungphase demonstrierten wir mit Die-Ins, Kriegsgeräuschen, Samba-Band, Transparenten, Schildern, einem Leopoard-Panzer aus Holz, dem Aufhängen der gesammelten Unterschriften, einem Redebeitrag und Parolen vor und während des Konzerts und machten die Bevölkerung auf die wahren Hintergründe dieser Veranstaltung aufmerksam. Auch in diesem Jahr sind wir nicht weniger entschlossen, den Protest in die Öffentlichkeit zu tragen und der Kriegswerbung die Stirn zu bieten.

Kriegspropaganda darf kein Raum geboten werden! Weder die Kirche noch die Schule, Uni oder andere öffentliche Einrichtungen dürfen sich für militärische Zwecke einspannen lassen. Wir fordern den sofortigen Stopp aller Auslandseinsätze. Krieg darf kein Mittel der Politik sein.

Für uns alle muss die Losung gelten:
Krieg ist keine Lösung!
Nie wieder Krieg!

Den Aufruf unterstützen:

Antifaschistische Linke Freiburg

Arbeitskreis gegen Krieg und Militarisierung (AKM) Freiburg

Deutsche Friedensgesellschaft – Verband der Kriegsdienstgegner Freiburg (DFG-VK)

Die Linke Freiburg

Die Linke.SDS Freiburg

DKP Freiburg

Fraktionsgemeinschaft Unabhängige Listen Freiburg

Frauen in Schwarz – Gegen den Krieg

Friedensforum Freiburg

Linke Liste – Solidarische Stadt Freiburg

Linksjugend [’solid] Freiburg

SDAJ Freiburg

Susanne Dorer, Gewerkschaftssekretärin ver.di Südbaden

Unabhängigen Frauen Freiburg

Vereinigung der Verfolgten den Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen Antifaschisten Freiburg (VVN-BdA)

Treffpunkt für die Proteste gegen das BW-Konzert:

10. Dezember | 18 Uhr | KuCa | Höllentalstraße 2

Zuvor finden noch Veranstaltungen statt:

# Bundeswehr im Klassenzimmer und im öffentlichen Raum. Zur Militarisierung der Gesellschaft.

29. November | 20 Uhr | Lin­kes Zen­trum Frei­burg ¡adelante! | Glü­mer­straße 2

Veranstaltet von: Arbeitskreis gegen Krieg und Militarisierung (AKM) Freiburg

# Zivil-Militärische Zusammenarbeit und Militarisierung der Gesellschaft…

oder: Warum denkt niemand über die Abschaffung der Bundeswehr nach?

06. Dezember | 20 Uhr | Lin­kes Zen­trum Frei­burg ¡adelante! | Glü­mer­straße 2

Veranstaltet von: Arbeitskreis gegen Krieg und Militarisierung (AKM) Freiburg & Linksjugend [’solid] Freiburg

# Bastel-Mittag

07. Dezember | 13 Uhr | Lin­kes Zen­trum Frei­burg ¡adelante! | Glü­mer­straße 2

Wir wollen Materialen für die Proteste basteln. Kommt vorbei und bringt euch ein!

]]>
http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/18/gemeinsam-gegen-das-bundeswehr-konzert-in-freiburg/feed/
Kundgebung gegen rechte Gewalt – Auftakt zum Prozess gegen Neonazi Florian Stech http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/17/kundgebung-gegen-rechte-gewalt-auftakt-zum-prozess-gegen-neonazi-florian-stech/ http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/17/kundgebung-gegen-rechte-gewalt-auftakt-zum-prozess-gegen-neonazi-florian-stech/#comments Sun, 17 Nov 2013 03:56:42 +0000 Administrator_in ALLGEMEIN TERMINE AKTIONEN http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/17/kundgebung-gegen-rechte-gewalt-auftakt-zum-prozess-gegen-neonazi-florian-stech/ Gemeinsam gegen die Verharmlosung faschistischer Gewalt! Am 18. November 2013 beginnt vor dem Freiburger Landgericht der Revisionsprozess gegen den Neonazi und ehemaligen NPD-Kandidaten Florian Stech. Dieser war am 1. Oktober 2011 in Riegel bei Emmendingen gezielt mit seinem Auto in eine Gruppe von AntifaschistInnen gefahren und hatte einen von ihnen schwer verletzt, andere konnten dem Angriff nur durch schnelle Reaktion entgehen.

Florian Stech war am 1. Oktober 2011 Schleuser für eine Naziparty im Kreis Emmendingen (Bahlingen). Bei dieser Party sollte Geld für einen Neonaziaufmarsch im badischen Offenburg gesammelt werden.

In einem ersten Verfahren wegen versuchtem Totschlags war Florian Stech im Sommer 2012 schon einmal vor dem Freiburger Landgericht angeklagt und wurde mit einer fadenscheinigen Begründung freigesprochen. Und das obwohl der ehemalige NPD-Kandidat Stech bereits im Vorfeld der Attacke in sozialen Netzwerken gewaltsame Übergriffen auf AntifaschistInnen angekündigt hatte. Im gleichen Atemzug schwadronierte der Neonazi damals im Internet über die Möglichkeit, diese Attacken im Nachgang als Notwehr zu deklarieren. Letztlich also der Vorgang, der am 1. Oktober vor zwei Jahren praktisch wurde.

Nichtsdestotrotz wurde der Neonazi am letzten Prozesstag freigesprochen. Schon in der laufenden Verhandlung versuchten Verteidigung und Gericht immer wieder einen politischen Kontext des Verfahrens auszublenden und die menschenverachtende Tatmotivation von Florian Stech zu negieren. Die von Sachverständigen geäußerten Möglichkeiten, vor einem heranrasenden Auto auszuweichen, wurden vom Gericht als Tatsachen übernommen. Die Flucht und spätere Rückkehr von Stech an den Tatort wurden der Argumentation der Verteidigung folgend als Indiz für eine Notwehrsituation gewertet.

Die RichterInnen des Bundesgerichtshof (BGH) lehnten die Schlussfolgerungen des Landgerichts und das konsequente Ausblenden von Beweismaterial, wie beispielsweise die der Tat vorangegangen Facebook-Einträgen Stechs ab. Auch die Argumentation Stech hätte in Panik, Angst und Schrecken gehandelt überzeugte den BGH nicht, sodass das Urteil Ende April 2013 aufgehoben wurde.

Die Attacke von Florian Stech ist jedoch kein Einzelfall. Immer wieder kommt es zu Übergriffen, körperlichen Attacken und Morden durch Neonazis. Über 200 Menschen, die seit 1990 durch Neonazis umgebracht wurden, sprechen eine klare Sprache. Allein 10 dieser Morde gehen auf das Konto einer bewaffneten faschistischen Gruppierung, dem selbsternannten “Nationalsozialistischen Untergrund” (NSU). Immer deutlicher wird in diesem Kontext die Verstrickung staatlicher Organe mit der Neonaziszene in der BRD. Auch in vielen Medien wird mittlerweile über die offene Zusammenarbeit von Neonazis und Verfassungsschutz und anderen Institutionen spekuliert.

Diese Erkenntnis und die durch den Freispruch Stechs manifestierte Verharmlosung rechter Gewalt durch die erste große Strafkammer des Freiburger Landgerichts macht es schwierig, allzugroße Erwartungen in den staatlichen Kampf gegen Rechts zu setzten. Gerade deswegen rufen wir dazu auf, den kommenden Prozess gegen Florian Stech kritisch zu begleiten. Das alleine reicht jedoch nicht aus. Im Kampf gegen Rechts gilt es eigene Perspektiven zu finden und gemeinsam mit Anderen gegen die menschenverachtende Hetze und die Übergriffe der Faschisten aktiv zu werden. Kommt zu den Kundgebungen vor dem Freiburger Amtsgericht und zeigt euch solidarisch mit den betroffenen AntifaschistInnen.

Gemeinsam gegen die Verharmlosung faschistischer Gewalt!
Für einen aktiven Antifaschismus!

Kundgebung am Tag vor Prozessbeginn:
17. November | 16:00 Uhr | Bertoldsbrunnen

Prozesstermine:
Montag, 18.11. – 09:00 Uhr
Donnerstag, 21.11. – 09:00 Uhr
Dienstag, 26.11. – 09:00 Uhr
Mittwoch, 27.11. – 09:00 Uhr
Dienstag, 03.12. – 09:00 Uhr
Donnerstag, 05.12. – 09:00 Uhr
Dienstag, 10.12. – 09:00 Uhr
Mittwoch, 11.12. – 09:00 Uhr
Mittwoch, 18.12. – 09:00 Uhr
Donnerstag, 19.12. – 09:00 Uhr

Bisherige UnterstützerInnen:

Ak Stechprozess

Anarchistische Gruppe Freiburg

Antifaschistische Aktion Lörrach

Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart

Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart & Region

Antifaschistische Jugend Rems-Murr

Antifaschistische Linke Freiburg

Antifa Ortenau

Die Linke.SDS Freiburg

Fraktion Unabhängige Listen Freiburg

Offenes Antifa Treffen Freiburg & Region

VVN-BdA Freiburg

Zur Unterstützung und für Flyerkopiervorlagen eMail an ak.stechprozess[at]gmx.de

]]>
http://annefreiburg.blogsport.de/2013/11/17/kundgebung-gegen-rechte-gewalt-auftakt-zum-prozess-gegen-neonazi-florian-stech/feed/